„Es ist eine Route, keine Barriere.“

Grenze. Eroberung. Herrschaft.

Als wir am 16. und 17. April im Limesmuseum zu Besuch waren, war unser erster Eindruck, dass der Limes eben doch etwas Trennendes ist. Eine Mauer, die eine Grenze aufzeigt, und Grenzen trennen Völker. Wir wollen in unserem gemeinsamen Projekt mit dem Limesmuseum aber genau das Gegenteil erreichen, nämlich die Menschen zusammenzubringen.

Also haben wir darüber erst einmal diskutiert.

Wir, das sind zwei Vertreterinnen unserer Volkshochschule (unsere Leiterin, Dr. Nicole Deufel, und ihre Stellvertreterin und Fachbereichsleitung Kultur, Claudia Hinsen), die Vertreterin des Limesmuseums, Ermelinde Wudy, und unsere drei Expert:innen: Lamia Fetzer, in Aalen nicht zuletzt aufgrund ihrer Arbeit im Integrationsausschuss bekannt; Anke von Heyl, Museumsberaterin aus Köln, und Adam Ditchburn, Community Engagement Experte aus Hull in Großbritannien.

Unser Projektteam. Wir hatten einen wirklich konstruktiven ersten Workshop miteinander.

Wir haben also über Barrieren, Menschen und den Limes diskutiert, und Lamia Fetzer erzählte uns von der römischen Archäologie einschließlich Limes in ihrem Heimatland, Tunesien. Welch großartigen Überreste! Wir waren mächtig beeindruckt und sehr inspiriert von ihrer Begeisterung für den Limes in Tunesien. Toll war auch zu hören, wie viele der Praktiken der Römer zum Teil in Tunesien noch heute lebendig sind. Zum Beispiel das Brotbacken in einem Ofen, der dem römischen Nachbau auf dem Außengelände des Limesmuseums sehr ähnlich ist.

Adam Ditchburn berichtete dann vom Hadrian’s Wall in Großbritannien. Dort, erzählte er, gehen die Menschen an den Überresten der Mauer entlang. Der Hadrian’s Wall Path ist ein Fernwanderweg, bei dem es um die großartige Landschaft genauso geht wie um das Erleben der Geschichte. Adam Ditchburn fasste es so zusammen: „It’s a route, not a barrier.”

“Es ist eine Route, keine Barriere.“ Das fanden wir dann richtig klasse als Leitmotto für unser gemeinsames Projekt. Wir wollen über den Limes, seine Geschichte und seine Spuren in unserer Stadt Aalener:innen miteinander ins Gespräch bringen.

Bis Juli arbeiten Anke von Heyl, Adam Ditchburn und Lamia Fetzer jetzt dazu an einem Konzept. Umgesetzt werden soll es dann in der zweiten Jahreshälfte nach den Sommerferien. Wir sind schon richtig gespannt!

Unser Projekt wird gefördert durch das Programm „Weiterkommen!“ des Zentrums für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg (ZfKT).

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