Unsere Zeitkapsel und ihre Initiatorin

Anlässlich unseres 75jährigen Bestehen wurde am 19. November 2021 eine Zeitkapsel verschlossen, die zum 100. Jubiläum im Jahr 2046 wieder geöffnet werden soll. Die Idee dazu stammt von unserer Mitarbeiterin Marion Gabat, die uns zu diesem Thema ein paar Fragen beantwortet hat.

Wir haben eine Zeitkapsel, die wir in 25 Jahren wieder öffnen werden. Was genau ist eine Zeitkapsel und wie kamst Du auf diese tolle Idee?

Eine Zeitkapsel ist quasi ein Vermächtnis an die Zukunft. Man legt in eine Box oder einen Edelstahlbehälter Erinnerungen von dem jeweiligen Tag, an dem man die Zeitkapsel schließen möchte. Also z.B. ein aktuelles Foto eine Zeitung und persönliche Gegenstände, die dann in der Zukunft an einem bestimmten Datum wieder geöffnet werden. Wir haben das auch beim Hausbau gemacht und die Zeitkapsel in die Bodenplatte einbetoniert. In diesem Fall ist natürlich ungewiss, wann und wer die Kapsel mal entdecken wird.

Inspiriert hat mich ein Projekt in Freiburg, die haben einen Briefkasten, der erst in 100 Jahren wieder geöffnet wird. Davon habe ich gelesen und fand die Idee großartig. Es ist toll, dass wir das jetzt an der vhs anlässlich unseres 75jährigen Jubiläums umsetzen konnten.

Möchtest Du ein paar Hinweise geben auf Dinge, die wir darin finden werden?

Ich möchte nicht allzu viel verraten, aber natürlich sind die aktuellen Tageszeitungen und ein Teamfoto in der Zeitkapsel. Außerdem findet sich eine vhs Liebesgeschichte darin. Der Sohn meiner Kollegin und meine Tochter haben sich über die vhs kennen- und lieben gelernt. Wir sind sehr gespannt, wie sich das weiter entwickeln wird.

Marion Gabat mit unserer Zeitkapsel. Die kann man jetzt auch (von außen) im Schaukasten in unserem Foyer im 4. OG im Torhaus in Aalen sehen. Kommt vorbei!

Seit wann arbeitest Du an der vhs? Stell Dir vor, Du hättest damals einen Brief in eine Zeitkapsel gelegt, adressiert an Dein heutiges Ich. Was würde drinstehen?

Als ich vor 22 Jahren bei der vhs angefangen habe, hätte ich niemals gedacht, dass ich einen Beruf so lange Zeit machen werde. Aber diese Mischung aus persönlichem Kundenkontakt und Verwaltungstätigkeit ist einfach das, was mir Spaß macht, mich bereichert und die Arbeit niemals langweilig werden lässt. Damals schon wie heute. Wahrscheinlich würde im Brief mein Lebensmotto stehen: „Es sind die Begegnungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben“ (frei nach Wilhelm v. Humboldt). Dafür ist die Arbeit an der vhs perfekt.

Und was würdest Du Deinem Ich von damals, also dem vhs-Neuling, heute schreiben?

Bleib immer neugierig und offen. Behandle die Menschen mit Respekt und Empathie. Denn das kommt zurück zu dir. Alles andere kann man erlernen.

Was hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten an der vhs verändert?

Die vhs Arbeit ist ständig im Wandel. Gefühlt habe ich hier schon 3 Jobs gemacht, deshalb wird die Arbeit auch nie langweilig. Unsere Themen und Kurse passen sich immer dem jeweiligen Geschehen, den gesellschaftlichen Bedürfnissen und den Trends an.

Technisch sind wir immer auf dem Laufenden, wir hatten schon vor Corona Online-Kurse auf der vhs.cloud. Vom Tageslichtprojektor und der Kreidetafel sind wir jetzt bei Smartboards und Beamer.

Wir hinterfragen ständig unsere Struktur und Organisation. Unser Team wird immer wieder neu aufgestellt und durch Corona wurden sämtliche Abläufe in Frage gestellt und auch verbessert.

Vor 22 Jahren war es ein Highlight, eine Quittung am Tresen auszudrucken oder einen Gutschein auszustellen, das kam nicht sehr häufig vor. Außerdem hatte jeder Kurs eine eigene Akte mit bunten Reitern, an denen man den Bearbeitungsstand ablesen konnte. Und wir haben am Semesterbeginn Briefe mit unzähligen Informationen an die Kursleiter:innen verschickt. Jetzt ist das alles digitalisiert. Heute beraten wir in mehreren Sprachen die Kunden über Kurse, machen Anträge für Integrationskurse beim BAMF und bieten Hybridkurse an.

Und was glaubst Du: Wie wird die vhs in 25 Jahren aussehen?

Die vhs wird sicher wie immer ganz nah am Puls der Zeit sein und die Menschen im Leben, Beruf und Alltag begleiten. Egal ob in technischer oder inhaltlicher Hinsicht, wir werden uns immer wieder neu erfinden. Ich hoffe, dass wir weiterhin ein Ort sein werden, an dem die Menschen gerne sind, sich wohl und respektiert fühlen. Ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Wir werden unser Bestes dafür tun!

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